Kane schlägt Mbappé beim Ballon d’Or um nur 28 Punkte

Redaktion Fussballpuls
5 Minuten Lesezeit

Der Vorsprung von Harry Kane auf Kylian Mbappé beim Ballon d’Or war hauchdünn. Laut dem Bericht von fussballtransfers.com steht der Stürmer des FC Bayern mit 1055 Punkten ganz oben im Ranking, Mbappé folgt mit 1027 Punkten. Der Abstand zwischen beiden beträgt damit nur 28 Zähler. Das genaue Ranking hat das Magazin „France Football“ veröffentlicht.

Die Top 10 im Überblick

Hinter dem Spitzenduo klafft eine deutliche Lücke. Die vollständige Rangliste lautet:

  • 1. Harry Kane – 1055 Punkte
  • 2. Kylian Mbappé – 1027 Punkte
  • 3. Lamine Yamal – 881 Punkte
  • 4. Rodri – 726 Punkte
  • 5. Lionel Messi – 612 Punkte
  • 6. Khvicha Kvaratskhelia – 541 Punkte
  • 7. Ousmane Dembélé – 418 Punkte
  • 8. Erling Haaland – 378 Punkte
  • 9. Michael Olise – 296 Punkte
  • 10. Fabian Ruiz – 201 Punkte

Yamal als Dritter liegt 174 Punkte hinter Kane und 146 Punkte hinter Mbappé. Die Entscheidung fiel also zwischen zwei Spielern. Auch Rodri als Vierter hat auf Yamal bereits 155 Punkte Rückstand, auf Kane sind es 329. Mit Olise taucht zudem ein weiterer Bayern-Profi unter den ersten zehn auf.

Wie knapp 28 Punkte wirklich sind

Setzt man den Abstand ins Verhältnis, wird die Enge deutlich: 28 Punkte entsprechen etwa 2,7 Prozent von Kanes Gesamtausbeute. Zwischen Mbappé und Yamal liegen dagegen 146 Punkte, zwischen Yamal und Rodri 155, zwischen Rodri und Messi 114. Das Spitzenduo setzte sich also klar vom Rest ab, untereinander aber trennte es fast nichts.

Auch weiter unten sind die Lücken zum Teil groß. Zwischen Kvaratskhelia (541) und Dembélé (418) liegen 123 Punkte, zwischen Haaland (378) und Olise (296) sind es 82. Dicht beieinander liegen dagegen Dembélé und Haaland mit nur 40 Punkten Differenz.

So haben die Juroren abgestimmt

Neben dem Gesamtergebnis hat laut dem Bericht auch die Zeitung „L’Équipe“ veröffentlicht, wie die 100 Journalistinnen und Journalisten aus den 100 stimmberechtigten Ländern votiert haben. Damit lässt sich nachvollziehen, wo Kane seine Punkte geholt hat und wo ihm Stimmen fehlten. Wie die einzelnen Juroren im Detail abgestimmt haben, geht aus dem vorliegenden Material über die kurze Zusammenfassung hinaus nicht hervor.

Der kicker-Reporter und seine Wertung

Besonders auffällig ist die Stimmabgabe von Karlheinz Wild. Der Chefreporter des „kicker“ setzte Kane laut dem Bericht nur auf Rang drei, hinter Mbappé und Rodri. Für das knappe Gesamtergebnis ist das ein bemerkenswertes Detail: Bei einem so geringen Abstand fallen einzelne Platzierungen stark ins Gewicht. Zugleich zeigt es, dass die Jury nicht einhellig für Kane votierte, auch wenn er am Ende vorn lag.

Was der knappe Vorsprung bedeutet

28 Punkte sind bei einem Wahlsystem, in dem jede Stimme mehrere Plätze vergibt, ein dünner Vorsprung. Für Kane und den FC Bayern ist das Ergebnis dennoch ein großer Erfolg: Der Stürmer steht im Ranking vor Mbappé, vor Yamal und vor Rodri. Für Mbappé wiederum ist es ein ärgerliches Ergebnis, weil er dem ersten Platz so nahe kam.

Bemerkenswert ist auch die Breite des Feldes. Spieler aus unterschiedlichen Klubs und Ligen sammelten Hunderte Punkte, vom Neuling in der Spitzengruppe bis zum Routinier Messi, der mit 612 Punkten Fünfter wurde. Dass mit Kane und Olise gleich zwei Bayern-Spieler in den Top 10 stehen, spricht für die Rolle des Klubs im internationalen Spitzenfußball.

Einordnung

Das Ranking zeigt vor allem eines: An der Spitze lieferten sich zwei Spieler ein Duell, das erst durch Details entschieden wurde. Kane setzte sich hauchzart gegen Mbappé durch, während die Konkurrenz ab Platz drei klar zurücklag. Dass ein erfahrener Beobachter wie Karlheinz Wild Kane nur als Dritten sah, unterstreicht, wie viel Interpretationsspielraum in solchen Wahlen steckt. Für den FC Bayern bleibt die Botschaft eindeutig: Sein Stürmer steht im Ranking ganz oben, und mit Olise ist ein zweiter Spieler des Klubs unter den besten zehn der Welt.

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Quelle: fussballtransfers.com

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