FC Bayern: Eberl kontert Ballack im Streit um Lennart Karl

Redaktion Fussballpuls
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Max Eberl hat im Streit um Lennart Karl auf die Aussagen von Michael Ballack reagiert. Der Sportvorstand des FC Bayern sagte am Samstagabend bei Sky, er finde es schwierig, eine solche Diskussion über die Medien zu führen. Zugleich äußerte er sich anerkennend über die Entwicklung des 18-jährigen Karl.

Wie der Streit begann

Auslöser der Debatte war die Kritik an Karls Außendarstellung. Eberl und Uli Hoeneß hatten diese zuletzt bemängelt. Darauf reagierte Ballack und warf den Münchnern vor, sie würden Karl „zur Zielscheibe erklären“. Der frühere DFB-Kapitän nahm den Offensivspieler außerdem mit weiteren Aussagen in Schutz. Nach Angaben von fussballtransfers.com ist Karl sein Klient, und Ballack monierte die Kritik der Bayern-Verantwortlichen an ihm.

Aus der Kritik an Karls Auftreten wurde damit ein öffentlicher Schlagabtausch zwischen der Klubführung und Ballack, der sich für den Spieler starkmachte. Eberl äußerte sich dazu am Samstagabend in einem Interview beim Pay-TV-Sender Sky.

Eberls Frage nach Ballacks Rolle

Im Mittelpunkt von Eberls Reaktion stand die mögliche Doppelrolle Ballacks. Der frühere Nationalspieler ist als Experte bei DAZN zu sehen, laut fussballtransfers.com vertritt er zugleich Karl als Berater. Eberl formulierte seine Zweifel als offene Frage:

„Ehrlicherweise finde ich es schwierig, wenn man über die Medien jetzt so eine Diskussion führt. Hat er das als DAZN-Experte oder als Berater des Spielers gesagt? Das weiß ich jetzt nicht genau“

Eberl stellte also keine Behauptung auf. Er sagte ausdrücklich, er wisse es nicht genau. Dennoch zeigt die Frage, woran sich der Sportvorstand stört: Aus seiner Sicht ist offen, ob Ballack als Fernsehexperte oder als Interessenvertreter des Spielers gesprochen hat.

Lob für Karl und der Verweis auf die WM

Inhaltlich ging Eberl auf Karls Weg ein. Er erinnerte daran, dass der Spieler in der vergangenen Saison als großes Talent aufgefallen sei und eine fantastische Entwicklung genommen habe. Karl saß nach Eberls Worten beim Ballon d’Or in London unter den Newcomern des Jahres, was den Klub total gefreut habe. Anschließend ging Eberl auf die schwierigere Phase des Spielers ein:

„Er hat als junger Mensch die WM verpasst. Dann kommt er zurück. Es war kompliziert für ihn.“

Daraus leitete Eberl eine allgemeine Erfahrung ab. Er sagte, Menschen im Sport wüssten:

„So eine Entwicklung kann auch mal eine Delle haben. Sie geht nicht nur gerade nach oben.“

Nichts anderes habe man gesagt, betonte der Bayern-Verantwortliche.

Freiburg und Magdeburg

Eberl verwies außerdem auf die Leistungen, die Karl zuletzt gegen Freiburg und gegen Magdeburg gezeigt hat. Zu diesen Auftritten habe man gesagt, dass Karl auf dem richtigen Weg sei. Zudem zeigte sich Eberl beeindruckt davon, wie der junge Mensch die schwierige Zeit nun zur Seite schiebe. Der Sportvorstand rückte damit die Reaktion des Spielers auf dem Platz in den Vordergrund.

Ob Ballack und das Umfeld des Spielers diese Darstellung teilen, ging aus Eberls Aussagen nicht hervor.

Einordnung

Die Reaktion des Bayern-Sportvorstands richtet sich in zwei Richtungen. Zum einen kritisiert Eberl die Form der Auseinandersetzung, die über die Medien geführt wird. Zum anderen betont er, dass die Klubführung Karls Entwicklung grundsätzlich positiv bewertet und die Kritik an seiner Außendarstellung nicht als Angriff auf den Spieler verstanden wissen will.

Karl ist 18 Jahre alt und war in der vergangenen Saison zu einem der auffälligsten Talente des Klubs geworden. Dass sich nun sein Berater und die Vereinsspitze öffentlich über seine Außendarstellung auseinandersetzen, ist für einen so jungen Spieler eine ungewöhnliche Situation. Eberl stellte jedoch klar, dass er das Thema aus sportlicher Sicht betrachtet und auf die zuletzt gezeigten Leistungen verweist.

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Quelle: fussballtransfers.com

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