Der FC Bayern und Borussia Dortmund trennen sich im Bundesliga-Topspiel des 8. Spieltags 2:2. Die Entscheidung fällt spät: In der 89. Minute gleicht Joker Fábio Silva aus und sichert dem BVB einen Punkt. Konstantinos Karetsas legt das Tor vor, beide Spieler waren erst in der zweiten Halbzeit eingewechselt worden.
Bayern liegt nach Toren von Konrad Laimer und Dayot Upamecano zweimal vorn, hat bei den Schüssen und den erwarteten Toren klare Vorteile und verschießt in der 56. Minute einen Elfmeter. Dortmund nutzt seine wenigen Chancen konsequenter und geht mit einem Punkt aus München.

Laimer und Upamecano treffen, Guirassy und Silva antworten
Die erste Halbzeit gehört weitgehend den Bayern, auch wenn sie lange auf das erste Tor warten müssen. Schon in der 6. Minute sieht Dortmunds Jobe Bellingham die Gelbe Karte. In der 34. Minute fällt für den BVB ein Treffer des Mittelfeldspielers nach VAR-Eingriff weg, das Tor wird zurückgenommen. Bayern wechselt früh gleich zweimal: In der 29. Minute kommt Nathaniel Brown für Ismael Saibari, in der 31. Minute Josip Stanišić für Serge Gnabry.
In der 38. Minute geht Bayern durch Konrad Laimer 1:0 in Führung. Nach der Pause vergibt Harry Kane in der 56. Minute einen Elfmeter, was zunächst folgenlos bleibt. Dortmund nutzt die Gelegenheit: In der 60. Minute erzielt Serhou Guirassy das 1:1, Carney Chukwuemeka bereitet vor.
Die Antwort der Bayern kommt schnell. In der 66. Minute trifft Dayot Upamecano zum 2:1, Kane legt auf. Dortmund reagiert mit Wechseln: In der 67. Minute kommen Marcel Sabitzer für Chukwuemeka und Karetsas für Maximilian Beier, in der 76. Minute Fábio Silva für Felix Nmecha. Dazu kommen Gelbe Karten für Stanišić in der 53. und Laimer in der 74. Minute. In der 89. Minute zahlt sich der Dortmunder Umbau aus: Karetsas legt auf, Silva trifft zum 2:2.

Bayern dominiert die Zahlen, Dortmund die Effizienz
Die Statistik spricht klar für die Münchner. Sie kommen auf 20 Schüsse, Dortmund auf 12. Bei den erwarteten Toren steht es 3,95 zu 0,65. Auch beim Ballbesitz liegt Bayern mit 54 zu 46 Prozent vorn, bei den Ecken mit 5 zu 2. Im Passspiel zeigt sich ein ähnliches Bild: 576 Pässe mit einer Quote von 86 Prozent bei Bayern, 477 Pässe mit 82 Prozent beim BVB.
Der Blick auf die Schussqualität relativiert das Bild aber:
- Bayern: 5 Schüsse aufs Tor, 9 daneben, 6 geblockt
- Dortmund: 6 Schüsse aufs Tor, 2 daneben, 4 geblockt
- Paraden: 4 bei Bayern, 3 beim BVB
Dortmund schießt also trotz weniger Abschlüsse häufiger aufs Tor und verzeichnet kaum Fehlschüsse. Bei den Fouls liegt Bayern mit 11 zu 6 vorn, Gelb sehen zwei Bayern-Spieler und ein Dortmunder. Abseits steht jede Mannschaft dreimal, Rote Karten gibt es nicht.

Joker Silva wirkt in 14 Minuten am stärksten
Die auffälligste Leistung liefert Fábio Silva. Der Dortmunder steht nur 14 Minuten auf dem Platz, gibt in dieser Zeit drei Schüsse ab, zwei davon aufs Tor, und trifft zum 2:2. Von neun Pässen kommen sieben an, auch den einzigen Zweikampf gewinnt er.
Auch Serhou Guirassy trifft für den BVB, er spielt 90 Minuten und kommt auf 34 Pässe, von denen 30 ankommen. Carney Chukwuemeka legt in 67 Minuten sein Tor auf und schießt zweimal selbst, Karetsas bereitet in 23 Minuten das späte 2:2 vor. Jobe Bellingham gibt in 87 Minuten drei Schüsse ab, zwei davon aufs Tor, und bestreitet acht Zweikämpfe, von denen er drei gewinnt.
Bei Bayern fällt Konrad Laimer mit fünf Schüssen auf, drei gehen aufs Tor, eins davon ins Netz. Dayot Upamecano trifft ebenfalls, spielt 58 Pässe, 53 davon kommen an, und gewinnt drei von sieben Zweikämpfen. Harry Kane gibt sechs Schüsse ab und bereitet das 2:1 vor.

Bayern und Dortmund vorn, Verfolger dicht dahinter
Der FC Bayern München und Borussia Dortmund stehen nach acht Spielen an der Tabellenspitze. Dahinter folgt der SC Freiburg mit 16 Punkten, der RB Leipzig und Werder Bremen haben je 15. Bayer 04 Leverkusen und der SV 07 Elversberg kommen auf je 13 Zähler.

Bayern verpasst den Sieg, Dortmund nimmt den Punkt mit
Für Bayern bleibt ein Punkt, der nach den Zahlen zu wenig ist: 20 Schüsse, 3,95 erwartete Tore und ein verschossener Elfmeter stehen am Ende nur zwei Treffern gegenüber. Viele Abschlüsse blieben ohne Ertrag, neun gingen daneben, sechs wurden geblockt.
Dortmund kommt mit wenig Aufwand zu zwei Toren, bei 0,65 erwarteten Toren, und holt den Punkt mit einem Treffer in der Schlussphase. Die Gäste zeigen sich vor dem Tor effizient, während Bayern trotz Überlegenheit zweimal den Vorsprung abgibt.
Die ganze Analyse im Video
Das Video zeigt die Analyse des 2:2 zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund mit Datengrafiken zu Toren, Statistik, Spielern und Tabelle. Spielbilder gibt es nicht.
Direkt auf YouTube ansehen: FC Bayern – Borussia Dortmund 2:2: Joker Silva schockt Bayern in Minute 89. Grundlage für Text, Grafiken und Video sind die Spieldaten von API-Football, Highlightly und OpenLigaDB.
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