BVB: Karetsas-Ausfall glimpflich – Ricken gibt Entwarnung

Redaktion Fussballpuls
4 Minuten Lesezeit

Borussia Dortmund kann aufatmen: Die Verletzung von Konstantinos Karetsas ist weniger gravierend als zunächst befürchtet. Der 18-Jährige hat sich eine Bänderverletzung im rechten Sprunggelenk zugezogen, fällt aber nicht für lange Zeit aus. Sport-Geschäftsführer Lars Ricken gab am Montagmorgen vor dem Abflug nach Aserbaidschan Entwarnung.

Schreckmoment beim 0:0 gegen Union Berlin

Karetsas war im Spiel gegen Union Berlin (0:0) umgeknickt. Mitspieler eilten sofort zu ihm, die Sorge im Stadion und bei den Fans war groß. Auch deshalb, weil beim BVB zuletzt schon der zweite griechische Sommer-Neuzugang, Giannis Konstantelias, mit einem Kreuzbandriss schwer getroffen wurde. Ein weiterer langfristiger Ausfall hätte die Personalsituation im Mittelfeld und in der Offensive erheblich verschärft.

Ricken: „Glück im Unglück“

Ricken sagte am Montagmorgen vor dem Abflug nach Baku: „Wir hatten Glück im Unglück, es sah zunächst schlimmer aus.“ Der Ausfall tue dem Team für die kommenden Spiele zwar weh, „aber wir können das als Mannschaft auffangen“. Nach dem Heimspiel gegen Frankfurt wolle man von Tag zu Tag schauen, wie es mit der Genesung weitergeht.

Der Verein selbst teilte auf X mit, Karetsas habe eine Bandverletzung im Fuß und werde nicht mit nach Baku fliegen. Laut Ricken steht auch fest, dass er am Samstag gegen Frankfurt nicht spielen kann.

Diese Spiele verpasst Karetsas

  • Dienstag, 18:45 Uhr: Champions League beim Sabah FK in Aserbaidschan
  • Samstag: Bundesliga-Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt

Ein Comeback könnte nach aktuellem Stand im DFB-Pokal gegen Werder Bremen in rund acht Tagen erfolgen. Ob es dazu kommt, hängt vom Heilungsverlauf ab, den der Klub engmaschig begleiten will.

Ein ohnehin bewegter Herbst für den Youngster

Für Karetsas ist es nicht die erste Sorgenphase in dieser Saison. Im September musste er beim Champions-League-Spiel gegen Villarreal vom Platz getragen und ins Krankenhaus gebracht werden. Der Verein sprach damals von Kreislaufbeschwerden. Trainer Niko Kovac teilte später mit, dass bei den Untersuchungen nichts Auffälliges festgestellt worden sei. Karetsas kehrte anschließend ins Mannschaftstraining und in den Spielbetrieb zurück.

Anfang Oktober hieß es laut einem Medienbericht, er sei nach den Länderspielen erkältet und erschöpft gewesen, eine neue Verletzung lag laut BVB aber nicht vor. Der Offensivspieler hatte in allen vier Nations-League-Partien Griechenlands gespielt und dabei 291 Minuten gesammelt. Die Belastung für den 18-Jährigen ist also hoch.

Einordnung

Für den BVB ist die Diagnose eine zwar unerfreuliche, aber vergleichsweise gute Nachricht. Eine Bänderverletzung bedeutet eine Pause von wenigen Spielen, nicht von Monaten. Dass Karetsas in Baku und gegen Frankfurt fehlt, ist verkraftbar, zumal Ricken ausdrücklich Vertrauen in die Qualität der Mannschaft äußert. Die Zahl der Ausfälle im Kader bleibt dennoch ein Thema: Mit Konstantelias fehlt bereits ein weiterer Neuzugang langfristig. Entscheidend wird sein, dass der Klub bei Karetsas nichts überstürzt und ihn nach der Pause behutsam aufbaut, gerade angesichts der dichten Terminfolge mit Liga, Königsklasse und Pokal.

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Quelle: fussballtransfers.com

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