Matthäus fordert Füllkrug-Nominierung: Alter soll keine Rolle spielen

Redaktion Fussballpuls
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Am Donnerstag, dem 5. November, steht die Kadernominierung der DFB-Auswahl an. Kurz davor hat sich Lothar Matthäus zu Wort gemeldet. Laut 90min fordert er, dass Bundestrainer Jürgen Klopp den Stürmer Niclas Füllkrug nominiert. Das Alter des Angreifers dürfe bei dieser Entscheidung keine Rolle spielen. Klopp soll das Alter laut dem Bericht ebenfalls nicht als Hindernis sehen. Eine Entscheidung ist bislang nicht gefallen. Sie wird mit der Bekanntgabe des Kaders öffentlich.

Perzentil-Profil von Niclas Füllkrug (SV Werder Bremen), Bundesliga, pro 90 Minuten: Tore ohne Elfm. 0,82 (98. Perzentil), npxG 0,50 (92. Perzentil), Schüsse 3,84 (93. Perzentil), Assists 0,00 (28. Perzentil), xA 0,14 (61. Perzentil), Key Passes 1,51 (68. Perzentil), Pässe ins letzte Drittel 2,74 (18. Perzentil), Kontakte Strafraum 6,59 (90. Perzentil).
Grafik: Fussballpuls · Daten: FotMob

So liest du die Grafik: Jedes Tortenstück ist ein Wert pro 90 Minuten. Die Zahl im Kästchen ist das Perzentil – 90 heißt: besser als 90 Prozent der Feldspieler der Liga. Rot zeigt den Abschluss (Tore, npxG, Schüsse), Grau die Vorbereitung (Assists, Expected Assists, Key Passes), Gelb die Beteiligung am Spiel (xGChain, xGBuildup).

Matthäus fordert laut 90min die Nominierung

Nach dem Bericht von 90min lässt Matthäus wenig Spielraum für Zweifel. Füllkrug müsse auf jeden Fall dabei sein, so seine Position. Das Argument des Alters solle nach seiner Auffassung keine Rolle spielen. Er stellt damit die sportliche Frage in den Mittelpunkt: Wer in der aktuellen Situation helfen kann, gehöre in den Kader.

Es ist eine öffentliche Ansage an den Bundestrainer, und sie kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Entscheidung unmittelbar bevorsteht. Ob sie Einfluss auf die Überlegungen im Trainerteam hat, ist nicht bekannt. Dazu gibt es keine Angaben.

Klopp soll das Alter nicht als Hindernis sehen

Laut 90min sieht auch Klopp das Alter des Stürmers nicht als Hindernis. Das passt zu früheren Berichten. Schon zuvor hieß es, der Bundestrainer halte die Tür für Füllkrug offen, und auch Sky hatte berichtet, Klopp solle auf den Stürmer setzen. Beides ist allerdings keine Zusage. Eine offene Tür bedeutet nicht automatisch eine Einladung, und am Ende entscheidet die sportliche Abwägung des Trainerteams.

Wichtig ist deshalb die Unterscheidung zwischen dem, was belegt ist, und dem, was auf Berichten beruht. Belegt ist, dass die Nominierung ansteht. Alles, was darüber hinausgeht, sind Einschätzungen, Forderungen und Aussagen, die über Medien vermittelt werden.

Warum die Debatte jetzt noch einmal zuspitzt

Das Thema Füllkrug ist nicht neu. Neu ist laut Material vor allem die Zuspitzung kurz vor der Nominierung. Als Hintergrund wird genannt, dass im Sturm zuletzt kein Mittelstürmer getroffen hat. Genau darauf baut die Forderung auf: Wenn Tore im Angriff fehlen, wächst der Druck, über Alternativen nachzudenken.

Eine neue Entscheidung gibt es dazu bisher nicht. Die Lage ist dieselbe wie in den vergangenen Tagen: Es gibt Meinungen, Signale und Erwartungen, aber noch keine Festlegung des Bundestrainers.

Was bei der Nominierung auf dem Spiel steht

Jeder Kaderplatz ist begrenzt. Wer zusätzlich einen Stürmer beruft, muss an anderer Stelle verzichten. Klopp muss also abwägen, welche Rolle ein Mittelstürmer in seinem Aufgebot spielen soll und wie viel Gewicht er der Torgefahr im Zentrum beimisst. Welche Überlegungen dabei am Ende den Ausschlag geben, ist von außen nicht zu beurteilen.

Für Füllkrug selbst wäre eine Nominierung ein Comeback im Nationalteam. Ob es dazu kommt, steht erst fest, wenn der Kader veröffentlicht ist. Bis dahin bleibt es bei Spekulationen, die sich auf die Berichte von 90min und früheren Meldungen stützen.

Einordnung

Matthäus liefert ein nachvollziehbares Argument: Ein Nationalteam sollte die Spieler berufen, die in Form sind und helfen können. Das Alter allein sagt wenig über die Leistungsfähigkeit eines Angreifers aus. Wer so argumentiert, kann gute Gründe anführen.

Gleichzeitig hat ein Bundestrainer immer mehrere Faktoren im Blick, nicht nur die Torgefahr. Dazu gehören die Zusammensetzung des Kaders, die Abläufe im Team und die Frage, wie sich einzelne Spieler einfügen. Eine Nominierung Füllkrugs wäre deshalb vor allem eine Aussage zur aktuellen Einschätzung des Trainerteams. Eine Nicht-Nominierung wäre dagegen kein Widerspruch zu den bisherigen Signalen, denn eine Zusage hat es laut Berichtslage nie gegeben.

Bleibt Füllkrug draußen, dürfte die Diskussion nicht verstummen. Solange im Sturm die Tore fehlen, wird die Frage nach der Besetzung der Mittelstürmerposition gestellt werden, von Fans ebenso wie von Experten, die sich öffentlich festgelegt haben.

Mit der Bekanntgabe des Kaders am 5. November wird sich zeigen, ob Klopp der Linie folgt, die Matthäus laut 90min fordert. Bis dahin bleibt es bei einer offenen Frage, zu der es viele Meinungen, aber noch keine Entscheidung gibt.

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Quelle: 90min.de

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