Hamburger SV – Borussia Mönchengladbach: Duell im Tabellenkeller

Redaktion Fussballpuls
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Grafik: Fussballpuls

Am Freitag, 6. November 2026, trifft der Hamburger SV im Volksparkstadion auf Borussia Mönchengladbach. Beide Teams stehen im Tabellenkeller der Bundesliga, und die Daten zeichnen ein engeres Bild, als es der Fünf-Punkte-Abstand vermuten lässt. Die Kernfrage: Wer bekommt seine Defensive besser in den Griff?

Ausgangslage

Der HSV liegt nach acht Spieltagen auf Platz 15. Er hat neun Punkte bei einer Bilanz von drei Siegen und fünf Niederlagen, die Tordifferenz beträgt minus 12. Gladbach steht mit vier Punkten auf dem 18. Rang, hat einen Sieg, ein Remis und sechs Niederlagen auf dem Konto und kommt auf minus 11 Tore.

  • Hamburger SV: Platz 15, 9 Punkte, 3-0-5, Tordifferenz -12
  • Borussia Mönchengladbach: Platz 18, 4 Punkte, 1-1-6, Tordifferenz -11

Für Gladbach ist die Partie damit die Chance, den Rückstand auf den HSV auf zwei Punkte zu verkürzen. Für Hamburg geht es darum, den Abstand zur Abstiegszone zu vergrößern.

Formcheck

Der HSV startete in diese Phase mit zwei Siegen: 3:2 gegen die TSG Hoffenheim am 10. Oktober und 1:0 gegen den VfB Stuttgart am 17. Oktober. Danach folgten drei Niederlagen in Serie, gegen den SC Paderborn 07 am 24. Oktober, im DFB-Pokal gegen Eintracht Frankfurt am 27. Oktober und in der Liga erneut gegen Frankfurt am 1. November.

Gladbach verlor in der Liga zunächst gegen den 1. FC Köln (Spiel am 11. Oktober) und gegen Hoffenheim (am 18. Oktober). Dann gewann das Team 3:2 beim VfB Stuttgart und 2:0 im Pokal beim Karlsruher SC. Zuletzt gab es am 31. Oktober ein 0:0 gegen den SC Paderborn 07. In den vergangenen fünf Ligaspielen holte Gladbach damit vier Punkte.

Das sagen die Daten

Expected Goals (xG), also die Qualität der Torchancen, zeichnen für beide Teams ein ähnliches Muster. Der HSV erspielt in dieser Saison im Schnitt 1,01 xG pro Spiel und lässt 1,84 xG zu. Gladbach kommt auf 1,62 xG und gibt 2,32 xG pro Spiel ab. Gladbach kreiert also mehr Chancen, lässt aber auch deutlich mehr zu. Die xG-Differenz pro Spiel liegt bei Gladbach bei minus 0,70, beim HSV bei minus 0,83.

Betrachtet man die jeweils letzten fünf Ligaspiele, summiert sich der HSV auf 5,91 xG bei 7,97 xG gegen sich. Tatsächlich erzielte er sieben Tore und kassierte sieben. Gladbach erreichte in diesem Zeitraum 9,36 xG und ließ 8,48 xG zu, bei acht erzielten und zehn kassierten Toren. Auffällig ist die Spannbreite: Gladbach erspielte 3,24 xG in einem Heimspiel mit 3:4 und 3,16 xG beim 3:2 in Stuttgart, kam aber im Heimspiel mit 1:2 nur auf 0,47 xG. Der HSV blieb in der Auswärtspartie mit 0:1 bei 0,46 xG und ließ im Heimspiel mit 1:0 sogar 2,29 xG zu, gewann aber trotzdem.

Worauf es ankommt

Unsere Einschätzung: Die Partie dürfte in der Defensivarbeit entschieden werden. Beide Teams lassen im Schnitt deutlich mehr Chancenqualität zu, als sie selbst erzeugen. Gladbachs Offensive spricht für mehr Torgefahr, doch die Schwankungen in den xG-Werten zeigen, dass diese Qualität nicht konstant abgerufen wird.

Für den HSV spricht, dass er seine Chancen zuletzt effizient nutzte: Über die vergangenen fünf Ligaspiele liegen die erzielten Tore über dem xG-Wert. Zugleich ist die Hamburger Torproduktion über die gesamte Saison mit gut einem xG pro Spiel begrenzt. Gladbach wiederum hat in diesem Zeitraum mehr Tore kassiert, als es die zugelassenen Chancen erwarten ließen. Sollte sich das ausgleichen, wäre das ein Vorteil für die Gäste. Eine einseitige Partie erwarten wir nach diesen Werten nicht.

Anstoß und Ort

Gespielt wird am Freitag, 6. November 2026, im Volksparkstadion in Hamburg. Anstoß ist um 20:30 Uhr.

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